Die Cloud hat die Geschäftswelt revolutioniert. Dank dieser Technologie können Unternehmen immer mehr Daten speichern, ohne in zusätzliche Hardware investieren zu müssen. Darüber hinaus können die Mitarbeiter dank Cloud Storage auf diese Daten zugreifen, egal wo sie sich befinden. Tatsächlich ist für viele Unternehmen dieser ständige Zugriff auf Daten der Hauptgrund für den Einsatz dieser Technologie.

Wie der Bericht zeigt, ist die Einführung von Cloud-Technologie weit verbreitet: 90% der Unternehmen auf der ganzen Welt nutzen diese Technologie, und es wird erwartet, dass bis 2021 Cloud-Rechenzentren 94% der Workloads verarbeiten werden. Darüber hinaus wurden 2018 80 Milliarden Dollar für Cloud-Infrastrukturen ausgegeben.

Sicherheitsprobleme?

Obwohl die Nutzung der Cloud viele Vorteile mit sich bringt, wie es bei neuen Technologien oft der Fall ist, wird die Sicherheit tendenziell ausgeblendet. Eine neue globale Studie des Thales and Ponemon Institute mit über 3000 IT-Sicherheitsexperten zeigt ein Missverhältnis zwischen dem rasanten Wachstum der in der Cloud gespeicherten Datenmengen und dem Sicherheitsansatz vieler Unternehmen.

Eine der auffälligsten Tatsache ist die, dass 48% der Unternehmensdaten in der Cloud gespeichert sind – aber nur 32% der Unternehmen glauben, dass der Schutz der dort gespeicherten Daten in ihrer Verantwortung liegt. Dies kann schwerwiegende Auswirkungen auf die Daten haben, insbesondere im Falle eines Datenverstoßes.

Wenn Unternehmen sich nicht als Verantwortliche für die in der Cloud gespeicherten sensiblen Daten sehen, wer ist dann verantwortlich? Laut 35% der Unternehmen sollten es Cloud Solution Provider sein. Dennoch sagen nur 23% der Unternehmen, dass Sicherheit ein Faktor ist, den sie bei der Wahl eines Anbieters berücksichtigen.

Verschlüsselung in der Cloud

Eine sehr beunruhigende Tatsache, die von der Studie aufgedeckt wurde, ist, dass über die Hälfte der Unternehmen (51%) weder Verschlüsselung noch Tokenisierung verwenden, um ihre sensiblen Daten in der Cloud zu schützen. Das bedeutet, dass im Falle eines Datenverstoßes die gestohlenen Daten ohne Hindernisse gelesen und verwendet werden können.

Vor diesem Hintergrund ist es kein Wunder, dass 54% der Befragten der Studie sagen, dass Cloud Storage den Schutz sensibler Daten erschwert.

Larry Ponemon, Vorsitzender und Gründer des Ponemon Institute, erklärt: „Da Unternehmen zunehmend mehrere Cloud-Plattformen und -Anbieter nutzen wollen, ist es wichtig, dass sie verstehen, welche Daten wo gespeichert werden.“

Tina Stewart, Vice President der Marktstrategie für Cloud Protection und Lizenzaktivitäten bei Thales, ist eindeutig: „Der Ruf Ihres Unternehmens steht auf dem Spiel, wenn ein Datenverstoß auftritt, daher ist es wichtig, dass die internen Teams Ihre Sicherheitslage genau im Auge behalten und immer die Kontrolle über die Verschlüsselungscodes behalten.“

Die Cybersicherheitslandschaft verändert sich

Die Studie zeigt, dass viele Unternehmen Schwierigkeiten haben, Daten in der Cloud zu schützen – etwas, das sie ernsthaft gefährden könnte. Aber sie dient auch dazu, zu verdeutlichen, wie sich die Cybersicherheitswelt verändert. Heutzutage ist es unbestreitbar, dass die Angriffsfläche deutlich zugenommen hat.

Darüber hinaus wird hervorgehoben, wie wichtig es ist, sich der Sicherheitsrisiken bewusst zu sein, die neue Technologien mit sich bringen können. Es besteht ein klarer Unterschied zwischen der raschen und massiven Einführung neuer Technologien und den Bemühungen, sie durch angemessene Cybersicherheitsmaßnahmen zu schützen. Es ist wichtig, die Risiken und Trends der Cybersicherheit zu verstehen, um Ihr Unternehmen zu schützen.