Mit dem Online-Shopping boomen auch die Bad Bots in der Branche. E-Commerce-Websites werden laut aktueller Studie immer häufiger zu einer attraktiven Zielscheibe für Cyberattacken. In einer branchenspezifischen Untersuchung über die Auswirkungen von Bad Bots im E-Commerce analysierten die Forscher für 2019 16,4 Milliarden Anfragen aus 231 Domänen im Bereich E-Commerce. Generell zeigt sich dabei, dass der E-Commerce-Traffic zu 17,7 % von Bad Bots, 13,1 % von Good Bots und 69,2 % von Menschen generiert wird*. Während Kriminelle Bad Bots zur Übernahme von Kundenkonten, Kreditkarten- und Geschenkgutscheinbetrug nutzen, setzen aber scheinbar auch Konkurrenten, Wiederverkäufer oder Investmentgesellschaften Bad Bots für unbefugtes Price- und Content Scraping – also Preis- und Inhaltsverfolgung des Wettbewerbs – ein.

Die böswilligen Bot-Angriffe, die als moderat oder anspruchsvoll eingestuft werden, haben im Vergleich zum Vorjahr zugenommen: Von 75,8 % im Jahr 2018 ist die Zahl 2019 auf 79,2 % gestiegen. Der Schaden der Angriffe ist nicht nur im Fall eines Kreditkartenbetruges enorm. Auch schlechte Website-Performance bis hin zu Website-Ausfällen können vor allem bei Trafficspitzen, wie dem Black Friday oder Cyber Monday, zu hohen Umsatzeinbußen führen.

E-Commerce-Unternehmen leiden unter einer ständigen Flut von bösartigen maschinengenerierten Anfragen. Die Komplexität steigt und somit auch die Anforderungen an Bot-Minderungstechnologien. Zur Reduzierung der Angriffe reichen rechtliche Verfahren nicht aus – Händler müssen eine angemessene IT-Sicherheitslösung integrieren und zum Schutz ihrer Websites sowie Kundendaten nutzen.