Facebook ist in letzter Zeit häufig in den Schlagzeilen – und die meisten Meldungen sind negativ. Der jüngste Skandal betrifft das Forschungsprogramm, das die Nutzung von Apps und die Aktivitäten des Webbrowsers verfolgt.

Es geht um eine App namens Research: Facebook versucht damit, wertvolle persönliche Daten von Apple iPhone-Nutzern zu sammeln – auch von Personen unter 18 Jahren.

Sicherheitsstandards umgehen

Das Apple iPhone gilt als sicherer als andere Apple-Geräte, da personenbezogene Daten auf dem Gerät geschützt sind. Normalerweise ist es iOS-Apps nicht gestattet, über den Webbrowser von Mobile Safari auf Informationen zuzugreifen. Apps, die gegen diese Regeln verstoßen, werden aus dem App Store verbannt.

App-Entwicklern wird mit diesen Regeln jedoch eine gewisse zusätzliche Flexibilität eingeräumt: Solange es sich um eine Testversion der App handelt, können Daten von Nutzern gesammelt werden. Und genau diese Flexibilität hat Facebook Research genutzt.

Facebook-Nutzer wurden ermutigt, sich für das Forschungsprogramm zu registrieren, und erhielten dann einen speziellen Link zum Herunterladen der App. Da die App nur für die Entwicklung bestimmt war, wurden die von Apple durchgeführten üblichen Sicherheitschecks nicht angewendet.

Und so konnte Facebook riesige Mengen an persönlichen Daten – einschließlich verschlüsselter Kommunikation – von Teilnehmern des Forschungsprogramms sammeln.

Was ist das Problem?

Die Research-App ist aktuell nicht mehr verfügbar, da Facebook eindeutig gegen die Regeln des App-Store bezüglich App-Design und Erfassung persönlicher Daten verstoßen hat. Facebook wurde auch aus dem Apple Developer Programm ausgeschlossen, was sie daran hinderte, ihre Apps zu aktualisieren – einschließlich der Messenger- und Facebook-Apps.

Facebook argumentiert, dass jeder, der am Forschungsprogramm teilnimmt, seine Zustimmung gegeben hat, personenbezogene Daten erheben zu lassen. Die Analyse der Downloads zeigt jedoch, dass fast ein Viertel der Teilnehmer zwischen 13 und 18 Jahren alt war.

Minderjährige sollten vor der Anmeldung die Zustimmung ihrer Eltern einholen. Allerdings kann dies schlecht überprüft werden, da lediglich ein Kontrollkästchen aktiviert werden muss.

Besorgniserregend ist, dass die meisten dieser jungen Nutzer nicht verstanden haben, wie invasiv das Forschungsprogramm war. Einige werden bemerkt haben, dass ihre Web-Browsing-Aktivitäten aufgezeichnet wurden – aber wussten sie auch, dass praktisch alles, was sie auf ihrem Handy gemacht haben, aufgezeichnet und an Facebook zurückgeschickt wurde? Medienberichte deuten darauf hin, dass dies nicht der Fall war.

Es betrifft auch die Eltern

Für Eltern sollte der Forschungsskandal ein Weckruf sein. Es handelt sich um einen gefährlichen Präzedenzfall, der zeigt, dass Jugendliche über die potenziellen Risiken aufgeklärt werden müssen

Der Schutz personenbezogener Daten ist eine tägliche Aufgabe unserer modernen Gesellschaft und gibt unseren Kindern mehr Kontrolle über ihre Zukunft. Die Risiken der Research App und die Bedeutung der elterlichen Zustimmung zu verstehen, trägt dazu bei, sie auch zukünftig vor skrupellosen Datendieben zu schützen.

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