Es häufen sich die Vorfälle: Ein weiteres Mal hat die Schadsoftware Emotet zugeschlagen und das Netzwerk des Berliner Kammergerichts befallen.

Was ist passiert?

Seit einigen Tagen hat das höchste Berliner Gericht mit den Auswirkungen der Emotet-Infektion zu kämpfen. In Folge dieses Cyberangriffs ist die elektrische Kommunikation im Rahmen des Notfallmanagements vom Landesnetz getrennt worden.

Wie bereits von uns berichtet verbreitet Emotet authentisch aussehende Spam-Emails, die das Abgreifen von E-Mails und Kontakten möglich macht. Obwohl nur einzelne Computer nach Angaben des Gerichts betroffen seien, hat dies dazu geführt, dass das gesamte System vom Netz getrennt werden musste – eine Vorsichtsmaßnahme, die eine Verbreitung der Schadsoftware verhindern soll. Jedoch sind zum Zeitpunkt des noch vernetzten Systems wohlmöglich weitere gefährliche E-Mails versendet worden. Besonders Mitarbeiter der zahlreichen Berliner Justizbehörden wurden sensibilisiert, E-Mails, die seit Mitte September vom Kammergericht erhalten wurden, in Quarantäne zu setzen. Emotet ist nicht nur wegen seiner Fähigkeit so gefährlich, sich durch die Ausnutzung der EternalBlue-Schwachstelle zu verbreiten. Auch, weil es andere Malware herunterlädt, installiert und so die Tür für jede Art von Trojanern, Spyware oder sogar Ransomware offen lässt.

Durch das Trennen des Systems aus dem Netzwerk wird deshalb wieder auf Telefon, Fax und Papier zurückgegriffen. Das Gericht veröffentlichte eine Mitteilung der „eingeschränkten Erreichbarkeit“. Mitarbeiter können bis auf weiteres nicht auf gespeicherte Daten und E-Mails zugreifen.

Es muss jetzt reagiert werden!

Sobald ein System von einem bösartigen Trojaner befallen wurde, sind Störungen im Betriebsablauf und wirtschaftliche Schäden vorprogrammiert. Die größte Schwierigkeit: Die Dimensionen des Schadens sind nicht abseh- und kalkulierbar. Was Emotet besonders maligne macht, ist seine Fähigkeit, seinen eigenen Code automatisch zu ändern, sodass er weit schwieriger für ein herkömmliches Antivirenprogramm ist, es zu erkennen.

Es gilt zu reagieren und eine fortschrittliche Cybersicherheits-Technologie zu verwenden: die präventiven Schutz gegen jede Art von bekannter und unbekannter Malware bietet, da deren Ausführung verhindert wird.

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