Für Produzenten von Videospielen herrschen gute Zeiten: Die Games-Branche konnte in den vergangenen Jahren ein kontinuierliches Wachstum verzeichnen. Und es sieht so aus, als würde der Trend auch 2015 anhalten. Laut den jüngsten Schätzungen von Newzoo, einer auf die Spieleindustrie spezialisierten Unternehmensberatung, erwarten Firmen in dieser Branche in diesem Jahr weltweit Gewinne in Höhe von 91,5 Milliarden Dollar – ein Zuwachs von 9,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Dieses schnelle Wachstum ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass das Spielen mit Smartphones, Smartwatches und Tablets immer beliebter wird. Newzoo prognostiziert Einnahmen von 20,6 Milliarden Dollar für die smarten Handys und Uhren bzw. 9,4 Milliarden Dollar für Tablets. Verglichen mit dem Vorjahr gibt es hier den größten Zuwachs  (21 bzw. 27 Prozent), obwohl sie immer noch hinter den PCs zurückliegen, die mit einem Verkaufserlös von voraussichtlich rund 27 Milliarden Dollar weiterhin die beliebteste Plattform für Games sind.

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Gerade weil sich die Games-Branche nach wie vor großer Beliebtheit erfreut, sollten wir jedoch die zunehmenden Gefahren durch Cyberkriminelle nicht vergessen. So haben wir in den vergangenen Monaten einige großangelegte Hackerangriffe erlebt, die zudem besorgniserregend zunehmen.

Im Sommer 2014 erlebten wir eine Welle von DDoS-Attacken auf beliebte Plattformen wie das Playstation Network, Xbox live, Twitch und Origin. Diese Angriffe, die den Usern den Zugang zu Online-Spielen verweigerten, wurden über die Weihnachtsfeiertage wiederholt. Hackergruppen wie Lizard Squad und Anonymous bekannten sich dazu, auf die Plattformen zugegriffen und sich Zugang zu mindestens 13.000 Passwörtern und Kreditkarteninformationen verschafft zu haben. Im Januar dieses Jahres beschwerten sich verschiedene User von Origin (Electronic Arts), dass der Service – einschließlich des Online-Shops – ihre Bankkonten belastet hatte für Einkäufe, die sie nicht genehmigt hätten. Ende März forderte Amazons bekannte Streaming-Seite Twitch seine Nutzer auf, ihre Passwörter zu ändern. Grund dafür war ein Hackerangriff, bei dem Log-in-Daten gestohlen worden sein könnten.

In Anbetracht dieser Ereignisse sollte jeder Gamer Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, wenn er online spielt. Durch das Befolgen einiger einfacher Tipps kann man sich eine Menge Ärger ersparen, sollte eine der bevorzugten Spieleplattformen angegriffen werden.

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5 Tipps, wie man sicher(er) spielt

  • Nutzen Sie auf Spieleseiten niemals Ihre persönliche E-Mail-Adresse. Wenn Sie eine neue Adresse oder sogar einen Einmal-Account erstellen, können die Hacker nicht auf persönlichen Daten wie beispielsweise Ihre Kontaktliste zugreifen.
  • Wenn Sie nicht gerade kostenpflichtige Spiele spielen, geben Sie keine Kreditkarteninformationen an – das ist ein unnötiges Risiko.
  • Einige Plattformen bieten Ihnen die Möglichkeit, Ihre Identität in zwei Schritten zu verifizieren, um Ihren Account zu schützen. Nutzen Sie dieses wertvolle Sicherheitstool unbedingt.
  • Bevor Sie persönliche Informationen in das Anmeldeformular eingeben, vergewissern Sie sich, dass es sich um eine offizielle Seite handelt und nicht um eine Kopie. Phishing-Angriffe nehmen leider immer weiter zu. Wenn Sie sichergehen wollen, dass Sie nicht betrogen werden, klicken Sie zuvor auf die Logos und Links, um die Echtheit zu prüfen.
  • Halten Sie Ihren Virenschutz stets auf dem neuesten Stand. Unsere Antimalware-Lösungen entdecken betrügerische Seiten und Malware, die versucht, sich auf Ihrem Computer zu installieren.