Ein Unternehmenssprecher des Chemieunternehmens LANXESS bestätigte den Hackerangriff, der Mitte letzten Jahres bereits entdeckt wurde. Das Ausmaß des Schadens ist bisher noch nicht bekannt.

Hackergruppe „WinNTI“ hinter dem Angriff vermutet

Nach Recherchen des Bayerischen Rundfunks und des NDR soll eine Hacker-Gruppe mit dem Namen „WinNTI“ hinter dem Angriff stecken. Aktuell liegen dem Unternehmen, nach eigener Aussage, noch keine Erkenntnisse vor, ob Daten ausgespäht wurden. Der Vorgang wurde an die Strafverfolgungsbehörden weitergegeben.

Vermutlich wurde das Unternehmen schon seit mehreren Jahren ausspioniert, bis der Angriff nun entdeckt wurde. Den genauen Schaden oder wieviel Daten hier tatsächlich abgezogen wurden, lässt sich vermutlich nicht mehr nachvollziehen.

Die Firma gehört mit einem Jahresumsatz von 7,2 Milliarden Euro (2018) zu den größten Chemiekonzernen Deutschlands und ist im M-Dax gelistet.

Hackergruppe ist weiterhin aktiv

Mehrere aufgedeckte Fälle, auch in Hongkong und Taiwan, lassen darauf schließen, dass „WinNTI“ weiterhin aktiv ist.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) geht davon aus, dass es noch weitere bisher unentdeckte Hackerangriffe auf deutsche Unternehmen gibt und die deutsche Wirtschaft ein attraktives Ziel von anhaltenden Angriffswellen sein wird. Über mögliche Angriffsszenarien, die das BfV veröffentlicht hat, haben wir bereits berichtet.

Mit diesem Vorfall reiht sich LANXESS in die Reihe der großen börsennotierter DAX-Unternehmen ein, die Opfer eines Cyberangriffs wurden. Bereits im Juli hatten BR und NDR berichtet, dass „WinNTI“ mehrere Dax-Konzerne gehackt hat, darunter Siemens, BASF und Henkel.

Gefahr bleibt weiterhin groß

Das Potential neuer Hackerangriffe auf große deutsche Unternehmen ist weiterhin immens.

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