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Sichere Passwörter gehören zu den Grundvoraussetzungen für die IT-Sicherheit. Das ist nicht neu – und trotzdem halten sich nur die wenigsten Nutzer daran, die Basismaßnahmen für mehr Passwortsicherheit zu befolgen:

  • Niemals dasselbe Passwort für verschiedene Konten nutzen.
  • Passwörter regelmäßig ändern.
  • Nur Passwörter verwenden, die keinen Bezug haben zu persönlichen Daten wie Geburtstag, Haustier, Kindernamen etc.

Vielleicht sind Sie es ja auch schon leid, ständig zu hören, wie wichtig sichere Passwörter sind. Schließlich ist es nicht nur schwierig sondern für die meisten von uns auch nervig, sich diverse verschiedene und gleichzeitig komplizierte Passwörter zu merken. Deshalb haben wir ein paar kleine Tricks für Sie, die Ihnen helfen sollen, sich all diese schwer zu erratenden Passwörter zu merken.

Nutzen Sie einen vertrauten Satz

Denken Sie an ein Sprichwort oder an einen Satz, der Ihnen vertraut ist. Dieser sollte nicht zu kurz sein, sonst ist er zu leicht zu erraten. Allerdings sollte er auch nicht so lang sein, dass Sie ihn vergessen. Wenn er Groß- und Kleinbuchstaben enthält – prima. Symbole? Noch besser. Beispiel: In der Eckkneipe kostet das Bier 4 €. Nun nehmen Sie den ersten Buchstaben jedes Wortes und erhalten: „IdEkdB4€“, was ein gutes Passwort ist.

Kombinieren Sie zwei Wörter

Wählen Sie zwei Wörter und bilden Sie daraus ein neues Wort, indem Sie die Buchstaben (nach einem bestimmten Schema) mischen. Wenn Sie sich für „Katze“ und „Milch“ entschieden haben, wird die Basis für Ihr neues Passwort „KMaitlzceh“ sein. Dieses Passwort enthält keine Ziffern oder Symbole. Sie können es noch stärker machen, wenn Sie ein paar der folgenden Tipps berücksichtigen.

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Ersetzen Sie Vokale durch Zahlen

Dies ist ein Trick, den Cyberkriminelle bereits kennen. In Kombination mit der zuvor beschriebenen Methode wird er trotzdem funktionieren. Wenn wir also das vorherige Beispiel nehmen, könnte unser Passwort zu „KM13tlzc2h“ werden.

Entfernen Sie die Vokale

Statt die Vokale durch Ziffern zu ersetzen, wie im vorherigen Beispiel, können wir sie auch vollständig entfernen. Wenn wir unser erfundenes Wort „KMaitlzceh“ nutzen, wird daraus dann das Passwort „KMtlzch“. Fügen Sie unbedingt zusätzliche Zahlen und Symbole hinzu, damit es noch sicherer wird.

Der Tastaturtrick

Auch dieser Trick besteht darin, etwas zu entfernen. Zuerst wählen Sie eine Folge von Zahlen aus, die Sie sich leicht merken können (z. B. eine Postleitzahl), so kommen wir vielleicht zu 47268. Jetzt suchen Sie die Zahlen auf der Tastatur. Statt der Ziffern nutzen Sie die Buchstaben darunter: „erzuqwtzui“. Um das Passwort noch etwas komplizierter zu machen, können Sie einige der Buchstaben durch Symbole ersetzen und andere  großschreiben.

Mischen Sie eine Zahl und ein Wort

Das ist einfach. Nehmen wir das Wort Katze und die Zahl 28921. Wenn wir Buchstaben und Ziffern im Wechsel nutzen, erhalten wir „K2a8t9z2e1“. Jetzt fehlt nur noch ein Symbol und wir sind startklar.

Nutzen Sie ein starkes Passwort als Grundlage

Dasselbe Passwort für verschiedene Konten und Webseiten zu nutzen, ist keine gute Idee. Doch ein einfacher Trick könnte Ihr Standardpasswort in eines verwandeln, das für verschiedene Accounts funktioniert. Wenn Sie sich zum Beispiel bei Facebook anmelden wollen, könnten Sie am Anfang oder Ende „FB“ anfügen. Sie könnten es auch mit einer Variation des Namens der Webseite probieren, indem Sie große und kleine Buchstaben, Symbole und Zahlen mischen, bis Sie ein Passwort haben, das Ihnen gefällt. Wenn wir bei den oben aufgeführten Beispielen bleiben, könnten wir diese beiden Versionen erhalten:

IdEkdB4€_FB                       F1c2b00k_ IdEkdB4€

Würfeln Sie

Dieses System ist ein wenig aufwendiger, aber wenn sogar ein elfjähriges Mädchen es schafft, dann gibt es keinen Grund, warum Sie es nicht können. Diese Methode ist als Diceware bekannt und generiert völlig zufällige Passwörter, die sehr stark und sicher sind, indem sie Würfel rollen lässt und eine Liste von Wörtern durcheinanderwürfelt. Sie können diese Methode hier (http://www.spiegel.de/netzwelt/web/diceware-elfjaehrige-verkauft-passwoerter-fuer-zwei-dollar-a-1059666.html) testen und sehen, was Sie davon halten.

Sudoku-Stil

Hier müssen Sie kreativ werden: Zeichnen Sie ein 6 x 6 Sudoku-Quadrat und schreiben Sie zufällige Zahlen (zwischen 1 und 9) in jedes der Kästchen. Nun rufen Sie sich ins Gedächtnis, wie Sie Ihre Finger auf dSudokuem Handy-Display bewegen, wenn Sie Ihr Streich-Muster entsperren. Streichen Sie mit Ihren Fingern auf dieselbe Weise über das Sudoku, das Sie gerade gezeichnet haben. Die Zahlen, die Sie dabei berührt haben, bilden die Grundlage für Ihr Passwort. Dieses ergänzen Sie dann noch mit ein paar Buchstaben und Symbolen.

Dies ist vielleicht einer der einfachsten Methoden auf unserer Liste. Wenn Sie die Zahlen ändern, die Sie in die Kästchen geschrieben haben, erhalten Sie mit derselben Fingerbewegung einen neuen Code. Indem Sie sich einfach die Bewegung merken und das harmlos aussehende Stück Papier aufbewahren, haben Sie eine reiche Quelle an Passwörtern.

Letzter Tipp: Folgen Sie nicht der Masse

Einige Angreifer sind nicht nur clever, sie verwenden auch viel Zeit darauf, darüber nachzudenken, wie man Passwörter knacken kann. Diese Hacker kennen selbstverständlich all die oben beschriebenen Methoden. Also hängt Ihre Fähigkeit, die Cyberkriminellen zu überlisten, davon ab, wie Sie die verschiedenen Buchstaben oder Ziffern kombinieren, die die Grundlage für Ihr Passwort bilden. Je unkonventioneller Ihr Passwort ist, desto schwieriger ist es für Hacker, dieses zu erraten.