Die Foto- und Video-Sharing-Plattform Instagram zieht immer mehr Menschen in ihren Bann: Wie heise.de jüngst berichtete, nutzen weltweit inzwischen mehr als die Hälfte aller 18- bis 29-Jährigen das zu Facebook gehörige Netzwerk, Tendenz steigend. Doch Vorsicht: Die beliebte Instagram-App birgt auch eine große Gefahr. Allzu leicht können Fremde dort unsere Gewohnheiten überwachen, wenn wir unsere Bilder ohne die nötige Vorsicht veröffentlichen.

Die Gefahr lauert in der Verwendung der Filter, die diese App anbietet. Doch gerade diese sind in der letzten Zeit – vor allem bei Prominenten – sehr beliebt geworden. Sogar Michelle Obama, die First Lady der Vereinigten Staaten, hat einen Instagram-Account, über den sie (oder ihr Management) private Fotos teilt. Doch nicht nur Michelle Obamas Bilder können auf Instagram verfolgt werden, sondern auch ihre Standortdaten.

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Möglich wird dies durch ein Feature, das allen Instagram-App-Nutzern zur Verfügung steht, wenn sie ein Bild teilen. Denn neben verschiedenen Farb- und Stimmungsfiltern kann man seinem Bild über das Smartphone-GPS auch den Standort hinzufügen. Instagram zeigt dann auf einer Weltkarte die Fotos an, je nachdem wo diese aufgenommen beziehungsweise geteilt wurden.

Doch was die First Lady mit ihren auf der Weltkarte festgehaltenen Instagram-Bildern vermittelt, ist kein reiner Spaß. Es gefährdet auch ihre Sicherheit. Zudem dient es Millionen von Instagram-Nutzern als Vorbild, wenn es um die Veröffentlichung ihrer eigenen Bilder geht. Wie zu erwarten war, sind die meisten von Michelle Obamas Fotos im Weißen Haus aufgenommen worden. Und höchstwahrscheinlich gibt es in ihrem Team auch Menschen, die streng darauf achten, keine geheimen Aufenthaltsorte der ersten Frau im Staat mittels Instagram preiszugeben.

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Viele andere Prominente teilen ihre Aufenthaltsorte jedoch wesentlich leichtfertiger über ihre Instagram-Postings. Auf diese Weise erleichtern sie ihren Followern, sie zu stalken. Weil diese sehen können, wo die Fotos hochgeladen wurden, und so mitbekommen, welche Gewohnheiten die Promis haben oder welche Orte sie gerne aufsuchen.

Ein weltbekannter Star, der seine ‚Photo-Map‘ mit seinen Fans teilt, ist Beyonce. Wenn man ihr Profil anklickt, kann man sehen, wo das Bild aufgenommen oder hochgeladen wurde. Diese Informationen, die man übrigens auch nur über die mobile Instagram-App sehen kann, werden aber nicht automatisch geteilt. Wenn ein Nutzer sein Foto auf Instagram hochlädt, kann er die Einstellung ‚Zur Fotokarte hinzufügen‘ einschalten. Erst wenn er dies tut, können seine Follower sehen, wo das Bild aufgenommen oder hochgeladen wurde.

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Doch nicht alle Prominenten teilen ihre Standortinformationen mit der Öffentlichkeit. Tailor Swift und Kim Kardashian haben diese Einstellung beispielsweise nicht aktiviert. Zwar unterhalten sie eine rege Beziehung zu ihren Followern, riskieren es aber nicht, dass Tausende von Fans ihre Vorlieben und Gewohnheiten überwachen. Sie behalten ihre Lieblingsplätze für sich.

Was alles passieren kann, wenn fremde Personen unsere alltäglichen Wege, Vorlieben und Gewohnheiten mittels Instagram spielend leicht verfolgen können, müssen wir wohl nicht näher erklären. Angefangen bei Stalking und Diebstahl (wenn wir jeden Tag zur gleichen Zeit außer Haus sind, ist es für Diebe ein Leichtes, dort einzubrechen) wird kriminellen Aktivitäten hier Tür und Tor geöffnet. Es gibt jedoch auch eine gute Nachricht: Falls Sie es jetzt oder in Zukunft bedauern, Standorthinweise auf Instagram hinterlassen zu haben, so können Sie diese jederzeit problemlos wieder löschen. Dazu müssen Sie in der App auf die betreffenden Fotos klicken und die Option ‚Bearbeiten‘ wählen. Nun müssen Sie nur noch die Foto-Map-Funktion deaktivieren. Dann können ungeliebte Fans Sie – zumindest mittels Instagram – nicht mehr verfolgen.