Eine Schadsoftware hat das Klinikum Fürth befallen. Die Infektion führte dazu, dass sich das Krankenhaus von der Notfallversorgung abmelden musste, vorübergehend keine neuen Patienten aufgenommen werden konnten und geplante Operationen abgesagt werden mussten.

Das Klinikum behandelt rund 58.000 Patienten ambulant, sowie 42.000 stationär jährlich. Trotz eines bereits 2016 stattgefunden Angriffs durch einen Trojaner ist das System des Krankenhauses erneut von einer Schadsoftware befallen. Ob es sich um einen Virus oder einem Trojaner handelt ist bisher noch nicht bekannt. Die Analysen und Ermittlungen dauern weiter an.

Betriebsablauf konnte teilweise wieder aufgenommen werden, aber Herkunft des Angriffs ist unklar

Es besteht die Annahme, die Malware wäre über das Öffnen eines E-Mail-Anhangs in das Krankenhausnetzwerk eingedrungen. Aus Sicherheitsgründen wurde das System für gewisse Zeit offline genommen, um die Verbreitung zu stoppen.

Die externe Kommunikation des Krankenhauses sei weiterhin eingeschränkt, die interne gut möglich, jedoch sind beispielsweise die Funktionen des E-Mail-Systems nur mit Einschränkungen nutzbar. Die Aufnahme von Patienten in den meisten medizinischen Fachbereichen im Klinikum ist „weitestgehend“ durchführbar.

Das Gesundheitswesen bleibt weiter beliebtes Angriffsziel

Noch immer steht die Vorbeugung und Vermeidung von Cyberangriffen in Einrichtungen des Gesundheitswesens nicht oben auf der Agenda. In diesem Fall war das Klinikum Hürth bereits Opfer eines Malwareangriffs: Die schädlichen Auswirkungen waren offensichtlich für die Klinik nicht ausschlaggebend genug, um einer sicheren IT-Infrastruktur, einhergehend mit einer umfassenden Cybersicherheitsstrategie, Priorität zu geben.

Die geringen schädlichen Auswirkungen für die Klinik waren offensichtlich nicht ausschlaggebend, dass eine sichere IT-Infrastruktur, einhergehend mit einer umfassenden Cybersicherheitsstrategie, keine Priorität hatte.

Emotet, Trickbot o.ä. sind nach wie vor aktiv. Zeitweise sind sie von der Bildfläche verschwunden, bis sie wieder eine neue und aggressivere Angriffswelle starten.

Demnach ist es erforderlich, sich der Gefahr, Opfer eines Cyberangriffs zu werden, bewusst zu werden. Cybersicherheitslösungen, die Ihre IT-Infrastruktur und alle Daten Ihres Unternehmens schützen, sind verfügbar, nur sollten diese auch genutzt werden.

 

Lesen Sie hier auch unsere Pressemitteilungen: