Forscher haben eine neue Variante der Schadsoftware entdeckt, die sich über WLAN verbreitet. Damit kann die Schadsoftware jetzt auch selbständig in andere Netzwerke gelangen. Die Malware scannt Endpoints nach WLAN-Verbindungen in der Nähe und versucht dann die Verschlüsselung zu hacken. Das gelingt vor allem bei Netzwerken, die mit einem schwachen Passwort gesichert sind. „Emotet“ geht bei seinem Angriff eine Liste mit oft verwendeten Passwörtern durch und versucht damit in das Nachbarsystem zu gelangen. Diese Technik soll bereits seit zwei Jahren aktiv genutzt werden.

Gefährlichkeit von „Emotet“ ist die Flexibilität

Emotet ist weiterhin hochgefährlich, da es sich immer weiterentwickelt und immer neue Tricks dazu lernt. Es nutzt verschiedenste Wege, um ein System zu infizieren, zum Beispiel über gefälschte Emails. Über diesen Weg wurde im Oktober das Berliner Kammergericht infiziert und die IT-Infrastruktur mit Folgen des Datendiebstahls soweit zerstört, dass voraussichtlich ein kompletter Neuaufbau stattfinden muss.

Mit der Methode, sich über WLAN zu verbreiten, erweitert die Malware nun ihre Angriffspalette.

Gute Absicherung von WLAN-Netzwerken erforderlich

Sicherheitsexperten betonen in diesem Zusammenhang noch einmal die Wichtigkeit einer guten Absicherung von WLAN-Netzwerken. Dies ist ein weiterer Grund, keine unbekannten Netzwerke oder öffentlichen Hotspots zu nutzen, ohne eine Sicherheitssoftware zu verwenden. „Emotet“ gilt als einer der gefährlichsten und vielseitigsten Malwarebedrohung unserer Zeit. Seine Auswirkungen können für Unternehmen existenzbedrohend sein.

Die neuen Entwicklungen zeigen noch einmal die Bedeutung einer zeitgemäßen, proaktiven und dynamischen Cybersicherheitslösung, um das Risiko einer Infektion mit Malware vorzubeugen.