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Im Jahr 2015 traten in der Software des IT-Riesen Apple Inc. so viele Sicherheitslücken auf wie nie zuvor. Dies belegt die jährliche Auswertung der CVE-Liste (Common Vulnerabilities and Exposures), die zeigt, welche Software im vergangenen Jahr am häufigsten geschwächelt hat. Angeführt wird die Liste für 2015 von Apples Betriebssystem Mac OS X, das 384 Sicherheitslücken aufwies. Knapp dahinter auf Platz zwei befindet sich Apples Betriebssystem für Mobilgeräte iOS mit 375 Schwachstellen. Den dritten Platz belegt der Adobe Flash Player mit 314 Sicherheitslecks.

Als Reaktion auf diese Entwicklung hat Apple im Dezember 2015 eine breite Palette von Sicherheits-Updates für seine wichtigsten Produkte herausgebracht, unter anderem für die Betriebssysteme von iPhone (iOS) und Mac (OS X), den Fernsehdienst Apple TV und verschiedene Versionen von Apples Smartwatches sowie für die integrierte Entwicklungsumgebung Xcode und den Safari Webbrowser. Mit diesen Maßnahmen will Apple sicherstellen, dass sich die in den vergangenen Monaten massiv aufgetretenen Softwareprobleme in Apple-Produkten im Jahr 2016 nicht wiederholen.

Es mag verwunderlich erscheinen, dass Apple im Dezember derart viele Sicherheitslücken in seiner Software patchen musste. Schließlich waren die zahlreichen Apple-Fans jahrelang davon überzeugt, dass es keinerlei Malware-Risiken für Apple-Produkte gäbe. Das war jedoch ein Trugschluss: Nicht nur, dass es Sicherheitsbedrohungen bei Apple schon seit Jahrzehnten gibt; in puncto IT-Sicherheit ist das vergangene Jahr eines der verheerendsten in der Geschichte der beliebten amerikanischen IT-Marke gewesen.

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Laut CVE-Liste war die Anzahl der schädlichen Programme, die für die Apple-Betriebssysteme entwickelt wurden, im vergangenen Jahr mehr als doppelt so hoch wie in den Jahren zuvor. Damit war 2015 der Tiefpunkt für die Sicherheit der Apple-Geräte und ihrer Nutzer.

Diese schlechten Nachrichten gehen einher mit einem ironischen Lichtblick für Apple: Wenn immer mehr Malware-Exemplare für Apple-Betriebssysteme entwickelt werden, bedeutet dies, dass die Marke selbst immer beliebter wird. Denn die meisten Cyberkriminellen wollen möglichst viel Geld mit ihrer Malware verdienen. Je größer und beliebter die Marke, desto mehr Anstrengungen unternehmen also die Hacker, um Sicherheitslücken in den entsprechenden Systemen zu entdecken und für ihre Zwecke zu nutzen.

Apples Sicherheits-Updates im vergangenen Dezember sind die Antwort des Unternehmens auf diese Entwicklung. Doch auch Apple-Nutzer können etwas für die Sicherheit ihrer Geräte tun, zum Beispiel mit dem Malware-Schutz Panda Antivirus for Mac. Dieser erkennt Viren und andere Arten von Bedrohungen und schützt Mac-PCs in Echtzeit. Zusätzlich können auch andere Mac-Devices wie iPad, iPhone oder iPod touch auf Malware gescannt werden, wenn diese mit dem Mac verbunden sind.