Die Cyberkriminalität ist heutzutage eine feste Konstante in der Geschäftswelt. Die Folgekosten nach einem erfolgreichen Angriff steigen ständig – man schätzt, dass bis 2021 die 6 Billionen Dollar-Marke erreicht sein wird. Cyberangriffe auf große Unternehmen sorgen für Schlagzeilen auf der ganzen Welt.

KMUs: Cyberkriminalität am Beispiel Spaniens

Laut einem im letzten Jahr von Google veröffentlichten Bericht sind KMUs, die 99,8% der spanischen Geschäftsstruktur ausmachen, das Hauptziel der Internetkriminalität. Im Jahr 2018, dem in dem Bericht analysierten Zeitraum, erlitten Unternehmen 102.414 Cyberangriffe. Einer der Hauptgründe dafür ist die Tatsache, dass die meisten dieser Unternehmen nicht glauben, dass sie ein attraktives Ziel für Cyberkriminelle sind. Fast 3 Millionen Unternehmen in Spanien sind schlecht oder gar nicht vor Cyberangriffen geschützt.

Wenn wir die Auswirkungen nach einem Vorfall auf klein- bzw. mittelständische Unternehmen betrachten, erscheint diese Haltung zur Cybersicherheit leichtsinnig. Dem Bericht zufolge belaufen sich die durchschnittlichen Kosten eines Cyberangriffs für KMUs auf 35.000 Euro. Noch beunruhigender ist der Fakt, dass 60% der KMUs innerhalb der ersten sechs Monate nach einem Cyberangriff gezwungen waren, Insolvenz anzumelden.

Cyber-Sicherheitsprobleme bei KMUs

Neben dem Glauben, gegen Cyberangriffe immun zu sein, oder einfach mangelndes Interesse zu dieser Thematik zu zeigen, legen KMUs auch andere Verhaltensformen an den Tag, die die eigene IT-Sicherheit gefährdet. Nur 36 % der befragten Unternehmen verwenden Sicherheitsprotokolle wie die Zwei-Faktor-Authentifizierung, während nur 14 % ihre Passwörter regelmäßig aktualisieren.

Ein globales Problem

Die Probleme der Cybersicherheit in KMUs beschränken sich nicht nur auf Spanien; überall auf der Welt muss sich der Wirtschaftssektor mit der Frage auseinandersetzen, wie sie ihre IT-Infrastruktur sicher machen. Laut Beazley Breach Response Services zielen 71% der Lösegeld-Angriffe auf KMUs ab. Die durchschnittliche Lösegeldforderung beträgt 116.234 Dollar.

43% aller Cyberangriffe zielen auf diese Unternehmensgrößen ab, während davon nur 14% bereit sind, sich gegen mögliche Schäden zu verteidigen.

Awareness: ein essenzielles Tool

In der Geschäftswelt ist das Bewusstsein für die Cybersicherheit die größte Herausforderung; die Handlungen der Mitarbeiter sind oft die erste Verteidigungslinie gegen einen Cyberangriff. Um sicherzustellen, dass ein Angriff keinen ernsthaften Schaden in einem Unternehmen anrichtet, ist es wichtig, dass die Mitarbeiter eine Reihe wichtiger Tipps befolgen:

  • Öffnen Sie niemals Anhänge von unbekannten Absendern. 92% der Malware in der Welt geht per E-Mail ein.
  • Schließen Sie kein unbekanntes USB-Gerät an. Es könnte Malware enthalten.
  • Aktualisieren Sie das System: Updates für das System und Anwendungen von Drittanbietern sind eine wichtige Voraussetzung für Sicherheitsverletzungen.

Cybersicherheitslösungen: ein wesentlicher Schlüssel

Im Einklang mit den in diesen Studien entdeckten Daten können wir abschließend feststellen, dass Cybersicherheitsmaßnahmen in allen Organisationen, ob es sich nun um kleine, mittlere oder große Unternehmen handelt, von entscheidender Bedeutung sind. Deshalb ist es notwendig, die Verteidigungsmaßnahmen der Unternehmen zu stärken und eine wirksame Cybersicherheitsstrategie zu implementieren, um Angriffe zu verhindern.

Die Anwendung der erforderlichen Maßnahmen ist für jedes Unternehmen ein Muss, um die Sicherheit der IT-Umgebung zu gewährleisten. Eine Abwehrmethode, die in der Lage ist, vor Malware aller Art zu schützen, noch bevor sie angreifen kann, ist unverzichtbar.