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Es ist der Hype dieses Sommers und das derzeit beliebteste Online-Spiel bei Jung und Alt: Pokémon Go. Auf seinem Weg an die Spitze der am häufigsten genutzten Apps hat es Anwendungen wie Tinder, Twitter und Instagram verdrängt. Weltweit sind bereits Millionen Menschen süchtig nach Pokémon Go.

Zu den ersten Ländern, in denen das kostenlose Augmented-Reality-Spiel für Begeisterung sorgte, gehörten die USA, Australien, Deutschland und Großbritannien. Inzwischen ist es auch in diversen anderen Ländern erhältlich.

Doch diejenigen, die virtuelle Trainer der kleinen Kreaturen werden wollen, sollten besonders vorsichtig sein mit dem, was sie installieren. Der beispiellose Erfolg dieser App macht die User dieses Games zu einem Hauptziel für Cyberkriminelle. Diese haben bereits diverse schädliche Versionen entwickelt, die online vertrieben werden. Die Hacker laden hier etwas mehr als nur die Pokémons auf die Geräte ihrer Opfer.

Die malware-verseuchten Pokémon Go-Apps wurden sowohl von offiziellen als auch von inoffiziellen Stores heruntergeladen. Einige der gefährlichen Apps sind sogar auf Google Play entdeckt worden. Um nicht in die Malware-Falle zu tappen, sollten potenzielle Spieler Pokémon Go nur von offiziellen Quellen herunterladen und sich zuvor vergewissern, ob die App auch legitim ist. Zwei Angaben sollten zu diesem Zweck unbedingt überprüft werden: Erstens, wer als Entwickler der App angegeben ist. Das offizielle Spiel wurde von Niantic Labs entwickelt. Zweitens, wie häufig die App heruntergeladen wurde. Wenn die Anwendung nur einige Hundert oder Tausend Downloads verzeichnet, handelt es sich nicht um das Original.

Wenn die App nur einige Hundert oder Tausend Downloads hat, ist es nicht die offizielle Niantic-App.

 

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Für diejenigen, die die offizielle App auf ihrem Gerät installiert haben, liegen die größten Gefahren in der Verletzung ihrer Privatsphäre. Nur wenige Tage nach dem Erscheinen tauchte hier bereits ein gravierendes Problem auf. Es betraf die Berechtigungen, die die iOS-Version forderte, wenn die Nutzer sich mit ihrem Google Account anmelden wollten. In diesem Fall hatte das Programm totalen Zugriff auf die Anwenderkonten und konnte so alles im Profil des Users sehen. Niantic erklärte, dass es sich um einen Programmierfehler gehandelt habe. Durch das Update auf die Version 1.0.1 werden die Zugriffsrechte auf das Google-Konto der User beschränkt.

Die umstrittenen Berechtigungen auf iOS-Geräten sind auf einen Programmierfehler zurückzuführen, der inzwischen behoben wurde.

Was jedoch problematisch bleibt, ist die Tatsache, dass das Spiel verlangt, dass die Geolokalisierung jederzeit aktiviert ist. Dadurch weiß das Unternehmen, das hinter Pokémon Go steht, jederzeit, wo die Spieler sich gerade aufhalten.

Wenn diese privaten Informationen beispielsweise Werbetreibenden oder Drittfirmen zur Verfügung gestellt werden, könnte dies zu einer riesigen Menge an Datenschutzverletzung  führen. Wenn man sich die Beliebtheit des Spiels vor Augen führt und die Menge an abrufbaren Informationen betrachtet, die von den Spieleservern abgegriffen werden könnte, ist das alarmierend.

Unabhängig von der IT-Sicherheit gibt es zudem noch andere, sehr ernst zu nehmende Gefahren im Zusammenhang mit Pokémon Go. Menschenmassen im Park, die alle dasselbe Pokémon fangen wollen; User, die unerlaubt fremde Grundstücke betreten und Eigentümer, die darauf mit Schüssen reagieren; Spieler, die sich in Höhlen begeben, um die kleinen Kreaturen zu fangen, und dann selbst gefangen sind; Menschen, die von Klippen stürzen oder ohne aufzusehen über viel befahrene Straßen gehen; Diebe, die diese App benutzen, um Opfer zu überfallen; Fans, die während des Autofahrens spielen. Die negativen Beispiele sind bereits jetzt endlos…

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