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PC-Infektion

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Zehn verräterische Zeichen einer PC-Infektion

Obwohl sich das Bewusstsein für IT-Sicherheit in den vergangenen Jahren fest bei den Internet-Nutzern verankerte, erlitt hierzulande im Durchschnitt jeder zweite Computernutzer eine Infektion. Täglich verbreiten Internet-Betrüger über 60.000 neue Schädlinge und die Internetnutzung der Deutschen spielt Ihnen bei der Verbreitung ungewollt in die Hände. Denn an den vielen Anwendungen, die den Alltag der Nutzer erleichtern, können sich Internetbetrüger oftmals durch Manipulation bereichern. Die meisten Schädlinge sind heutzutage auch noch so programmiert, dass Infektionen im Hintergrund ablaufen und immer schwerer aufzuspüren sind. Dennoch gibt es einige Merkmale, die als Indiz für eine PC-Infektion dienen. Panda Security fasst die zehn häufigsten Merkmale zusammen:

1. Der PC warnt vor Infektionen

Die Verbreitung von falscher Antivirensoftware (Rogueware) ist in den vergangenen zwei Jahren massiv angestiegen. Sichere Zeichen einer Infektion sind Pop-Ups und Nachrichten über Infektionen oder Details zu einem Schädlingsbefall, die zum Kauf von Sicherheitslösungen auffordern.

2. Der PC arbeitet extrem langsam

Dieses Symptom muss nicht unbedingt, kann aber häufig auf eine Infektion zurückzuführen sein. Oftmals führen Schädlinge auf dem PC Aktionen durch, die extrem viele Ressourcen beanspruchen und den PC spürbar belasten.

3. Anwendungen starten nicht

Auch hier muss die Ursache nicht immer in einer PC-Infektion liegen, die Wahrscheinlichkeit ist aber in jedem Fall gegeben und der PC sollte auf Schädlingsbefall überprüft werden.

4. Die Verbindung zum Internet lässt sich nicht aufbauen oder läuft langsamer als sonst

Sind Router- oder Provider-Probleme ausgeschlossen, ist in den meisten Fällen eine Infektion die Ursache für die unterbrochene oder eingeschränkte Internetverbindung. Viele Schädlinge laden im Hintergrund weitere Exemplare nach oder verbinden unbemerkt mit neuen Seiten, was den Netzzugang entweder teilweise oder komplett einschränkt.

5. Der PC verbindet sich unaufgefordert mit bestimmten Webseiten oder öffnet mehrere Browserfenster ohne Aufforderung

Viele Bedrohungen sind speziell darauf ausgerichtet, den Internet-Traffic gegen den Willen des Users auf schädliche Seiten umzuleiten. Nicht selten entsprechen die schadhaften Webseiten in Design und Inhalt fast hundertprozentig dem Original und sind von der realen Seite nicht mehr zu unterscheiden.

6. Daten gehen verloren

Es sind immer noch zahlreiche Schädlinge im Umlauf, die Informationen verschlüsseln oder löschen sowie Dokumente an andere Orte verschieben.

7. Antiviren-Lösung und/oder Firewall sind deaktiviert

Viele Schädlinge versuchen installierte Sicherheitsprogramme auf den befallenen PCs außer Kraft zu setzen. In Ausnahmefällen liegt der Fehler sicher in der Software. Sollten alle Komponenten aber gleichzeitig funktionsuntüchtig werden, kann eine Infektion nicht ausgeschlossen werden.

8. Der Computer ändert die Sprache

Wenn einzelne Anwendungen nicht mehr in ihrer ursprünglichen Sprache erscheinen, der Desktop verkehrt herum angeordnet oder zu Teilen verschwunden ist, ist die Ursache meist eine Infektion.

9. Bibliotheksdateien für laufende Spiele oder Programme verschwinden vom PC

Können unvollständige oder fehlerhafte Programminstallationen ausgeschlossen werden, kann ein Schädling die Dateien gelöscht haben.

10. Der PC handelt fremdgesteuert

Malware-Befall äußert sich häufig darin, dass der PC ohne Aufforderung des Users eine Aktion durchführt. So versendet er zum Beispiel eigenständig E-Mails, stellt eine Verbindung zum Internet her oder öffnet installierte Programme.

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Panda Security Quartalsbericht

10 Prozent mehr Schädlinge im dritten Quartal

Der aktuelle Quartalsbericht von Panda Security verzeichnet für neue Malware-Exemplare einen deutlichen Zuwachs von zehn Prozent. In nur drei Monaten identifizierten die Panda-Labore insgesamt fünf Millionen neue Schädlinge, 500.000 mehr als in den vergangenen zwei Quartalen.

  • Mit über 71 Prozent machten Bank-Trojaner den größten Anteil der identifizierten Neu-Programmierungen aus.

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  • Online-Kriminelle konnten von Juli bis September weltweit insgesamt 15 Prozent mehr Computer infizieren. In mehr als 37 Prozent aller Fälle hatten Trojaner bei ihren Angriffen Erfolg. Doch auch Adware zeichnet sich für einen Anteil von über 18 Prozent verantwortlich. 
  • In Deutschland ist mittlerweile jeder zweite Computer mit Malware infiziert.

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  • Als Verbreitungsmethode zeigte sich in den vergangenen Monaten insbesondere der Versand von Spam, Angriffe auf über soziale Netzwerke und die Manipulation von Suchmaschinen (SEO-Attacken). Aktuell missbrauchten die Hacker vornehmlich Begriffe wie Schweinegrippe, Independence Day oder Waldbrände.

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Der gesamte Report steht in englischer Sprache zum Download zur Verfügung.

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600% mehr PC Infektionen zielen auf Identitätsdiebstahl

PandaLabs untersuchte von Januar bis Juni infizierte PCs und verglich die Ergebnisse mit dem gleichen Zeitraum des Jahres 2008. Die befallenen Computer zeigen im Vergleich zum Vorjahr 600% mehr Malware-Exemplare, die speziell für den Identitätsdiebstahl konzipiert sind. Bei der Analyse der verantwortlichen Schädlinge setzte sich der Trojaner gegen Phishing-Methoden, Würmer, Spyware und andere Bedrohungen mit einem Anteil von 71% klar durch.

Tag für Tag analysieren die Experten der PandaLabs 37.000 eingehende Varianten neuer Viren, Trojaner, Würmer und sonstigen Bedrohungen. Von Januar bis Juli erhielt Panda 11 Millionen neue Schädlinge. Mit 8 Millionen Exemplaren haben Trojaner daran den größten Anteil von 71 %. Hauptsächlich verfolgen sie das Ziel, Bank-Details, Kreditkarten-Informationen oder Passwörter für andere kommerzielle Transaktionen zu stehlen.

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Im Jahr 2007 beanspruchten Trojaner noch 51% aller identifizierten Bedrohungen. Dieser prozentuale Zuwachs zeigt einen deutlichen Fokus auf den Identitätsdiebstahl.

Neben der Wirtschaftskrise und dem damit einhergehenden Schwarzmarkt für Passwörter und Zugangsdaten liegt die Ursache laut Panda dafür in den stetig wachsenden Verbreitungsmöglichkeiten des Internets, vor allem des Web 2.0. Gefälschte Login-Webseiten, die vom Original kaum zu unterscheiden sind, eigneten sich in jüngster Zeit als ertragreiche Einnahmequelle. Zu den beliebtesten Zielen gehören die Seiten bekannter Online-Zahlungsservices (PayPal), -Shops (Amazon), -Auktionen (eBay) oder sogar NGO-Portalen (non-governmental organisations) für gemeinnützige Spenden. Die gängigste Verbreitungsmethode via E-Mail wird heutzutage durch zahlreiche Kanäle interaktiver Internet-Plattformen wie Twitter, YouTube, FaceBook und Co ergänzt. Stärkerer Beliebtheit erfreut sich auch das Manipulieren von Suchmaschinen-Ergebnissen. Hierbei werden schädliche Webseiten gezielt so konzipiert, dass sie bei aktuell beliebten Suchbegriffen unter den obersten Treffern gelistet werden (Pandanews vom 24.04: Angriffe auf Ford Motor Company). Sind die Onlinekriminellen dann im Besitz vertraulicher Bank- oder Kreditkartendetails bieten sich Ihnen zwei Möglichkeiten: Entweder sie zahlen so lange über den fremden Account bis das Opfer den Missbrauch bemerkt, oder sie verkaufen die erworbenen Informationen auf dem Schwarzmarkt.

Tipps zum Schutz vor Identitätsdiebstahl

Im Gegensatz zu früheren Schädlingsexemplaren sind die aktuellen Varianten immer schwieriger zu erkennen. Damit User den Betrug nicht erst bemerken, wenn es schon zu spät ist, fasst Panda Security die wichtigsten Schutzmaßnahmen zusammen:

1. Achten Sie auf eingehende E-Mails, die nach vertraulichen Informationen fragen. Weder Banken, noch Zahlungsplattformen oder soziale Netzwerke fragen Ihre Kunden per Mail nach Ihren Login-Daten oder Kreditkarteninformationen. E-Mails dieser Art sind – zum teil erstaunlich originalgetreue Fälschungen, die auf ebensolche Webseiten führen.

2. Tippen Sie die Adresse Ihrer Bank grundsätzlich direkt in Ihren Browser. So vermeiden Sie, über andere Kanäle oder manipulierte Suchmaschinen-Ergebnisse an gefälschte Links zu geraten.

3. Überprüfen Sie die eingegebene URL-Adresse nachdem Sie auf “Enter” klicken erneut. So bemerken Sie vor Eingabe Ihrer vertraulichen Daten, ob sie nicht manipuliert ist und gegebenenfalls versucht, auf eine gefälschte Seite zu lenken.

4. Stellen Sie sicher, dass die geöffnete Seite das übliche Sicherheitszertifikat anzeigt. Dies können Sie in der unteren Browserleiste über das gelbe Schlosssymbol abrufen.

5. Als solide Basis für sicheres Online-Banking sollten Sie eine umfassende, aktuelle Sicherheitslösung installieren. Als zusätzliche Schutzmaßnahme empfiehlt sich die regelmäßige Überprüfung mit einem kostenfreien Onlinescanner, der das System neben der verwendeten Lösung auf Schädlinge überprüft. (Zum Beispiel Panda Security ActiveScan)

6. Falls nach allen Sicherheitsmaßnahmen immer noch Zweifel bestehen, geben Sie Ihre Daten nicht preis. Verzichten Sie Sie in diesem Fall lieber auf die Vorteile des Online-Bankings und investieren Sie die Zeit, Ihren persönlichen Kundendienst zu kontaktieren.

7. Sollten Sie Ihre Bankgeschäfte sehr häufig oder ausschließlich online abwickeln, besteht die Möglichkeit, für all diese (Trans-)Aktionen eine Versicherung für Online-Betrug abzuschließen.