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Anonymous fordert PayPal-Kunden zum Boykott auf

anonymous Das Hacktivisten-Kollektiv Anonymous hat über die Webanwendung Pastebin eine Mitteilung an Kunden des Online-Bezahlsystems PayPal veröffentlicht. Im Rahmen der „Operation AntiSec“ ruft Anonymous alle Benutzer von PayPal auf, den Zahlungsdienstleister zu boykottieren. Hintergrund der Aktion: PayPal hatte während der Wikileaks-Protestaktionen Spendenkonten der Enthüllungsseite eingefroren. Daraufhin startete Anonymous eine DDoS-Attacke auf das Internet-Unternehmen und legte die PayPal Webseite durch Massenanfragen lahm. Auslöser der aktuellen Kampagne sind die hohen Haft- und Geldstrafen, die den festgenommenen Teilnehmern dieser Aktion drohen. Angaben der veröffentlichten Mitteilung zufolge handelt es sich dabei um 500.000 Dollar Strafe und bis zu 15 Jahre Haft. In ihrer Botschaft fordern die Anonymous-Mitglieder PayPal-Kunden dazu auf, Alternativen zur Ebay-Tocher zu suchen.

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Mitglieder von Anonymous in Spanien verhaftet

anonymous Die spanische Polizei hat verkündet, drei führende Persönlichkeiten der Internetgruppierung Anonymous verhaftet zu haben. Laut Pressemitteilung wurden die Verdächtigen während gleichzeitiger Razzien in Barcelona, Alicante und Almeria festgenommen. In der Wohnung eines der in Arrest genommenen Anonymous-Mitglieder wurde zudem ein Server sichergestellt, über den mehrere Angriffe ausgeführt worden sein sollen. Den spanischen Ermittlern zufolge handelt es sich bei den drei Verhafteten um Entscheidungsträger in der Riege der Anonymous-Gruppierung, die unter anderem auch bei den Angriffen auf Sony mitgewirkt haben sollen. Außerdem werden sie verdächtigt die Webseiten von spanischen Banken sowie der spanischen Polizei und die Internet-Auftritte der Regierungen verschiedener Länder attackiert zu haben. Panda Security befürchtet in den nächsten Tagen einen Vergeltungsschlag der Anonymous-Gruppe in Form einer Cyber-Attacke. Als Reaktion auf die jüngsten Festnahmen starteten Anonymous-Mitglieder bereits am Wochenende einen “friedlichen Protest”, indem sie die Homepage der spanischen Polizei mit einer DDoS-Attacke lahmlegten. Anonymous hatte die Aktion zuvor angekündigt.

Obwohl die spanische Polizei davon spricht, Hintermänner der Organisation gefasst zu haben, ist Anonymous als höchst anarchische Gruppierung mit keiner strikten Hierarchie bekannt. Es handelt sich laut eigener Aussage um einen führungslosen Verbund von Internetnutzern, einem Internetkollektiv, dessen Mitglieder sich anonym in Internetforen treffen und sich für Redefreiheit im Internet einsetzt.

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Cyber-Angriffe auf Smartphones und Soziale Netzwerke

Die Sicherheitslabore von Panda Security haben ihren ersten Quartalsbericht für das Jahr 2011 veröffentlicht. Demnach kam es in den vergangenen drei Monaten neben der permanenten Bedrohung durch Malware erneut zu einer Reihe gravierender Security-Attacken. Drei Ereignisse waren dabei von besonderer Brisanz: Der bis dato größte Angriff auf Android Betriebssysteme, ein Erpressungsversuch an Facebook-Mitgliedern und ein neuer Cyber-Angriff der Anonymous Gruppierung.

10.000 Schädlinge pro Tag mehr als noch vor einem Jahr
Im ersten Quartal 2011 haben die PandaLabs im Durchschnitt ca. 73.000 neue Malware-Muster pro Tag entdeckt – das sind täglich 10.000 Schadprogramme mehr als im gleichen Zeitraum 2010. Wieder einmal waren Trojaner mit knapp 70% die am häufigsten verbreiteten Schädlinge, gefolgt von Viren mit 16% und Würmern (knapp 8%). Die meisten infizierten PCs standen im ersten Quartal 2011 in China, Thailand und Taiwan.

Der größte Angriff auf das Google Betriebssystem Android
Anfang März wurde der bis dato größte Cyber-Angriff auf Android Mobiltelefone gelauncht. Dabei wurden schädliche Applikationen als harmlose Anwendungen getarnt und in den offiziellen Android AppStore eingeschleust. Die über 50 bösartigen Anwendungen wurden in nur vier Tagen über 50.000 mal herunter geladen. Der Trojaner, der sich hinter den Spionier-Apps versteckte, hat nicht nur persönliche Informationen entwendet, sondern zudem weitere Applikationen, ohne das Wissen der User, auf den infizierten Systemen installiert. Google hat auf den Angriff reagiert und die schädlichen Apps vom Store entfernt.

Facebook-Mitglieder erpresst
George S. Bronk, ein 23-jähriger Mann aus Kalifornien, wurde zu einer Gefängnisstrafe von sechs Jahren verurteilt, weil er E-Mail Accounts von weiblichen Facebook-Mitgliedern gehackt, sich Zugriff auf deren vertrauliche Daten verschafft und die Frauen mit den dort gefundenen Informationen erpresst hatte. In diesem Zusammenhang muss man natürlich auch erwähnen, dass jeder Opfer eines solchen Angriffs werden kann – sogar die Seite des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg wurde zu Beginn des laufenden Jahres gehackt. „Let the hacking begin“ war eine der Botschaften, die ein Unbekannter auf dem Profil von Zuckerberg hinterlassen hatte.

Anonymous und HBGary Federal auf Kriegsfuß
Auch die Cyber-Aktivisten-Gruppe Anonymous, die sich selbst als führungslose Gruppierung beschreibt, war im ersten Quartal 2011 weiterhin aktiv. Zuletzt sorgte ein Kleinkrieg mit der Sicherheitsfirma HBGary Federal für einige Aufregung. Der Chef der Firma behauptete, zentrale Mitglieder von Anonymous zu kennen und eine Liste mit Namen von führenden Persönlichkeiten veröffentlichen zu wollen. Die Mitglieder von Anonymous attackierten prompt die Server des Unternehmens, entwendeten prekäre Daten, darunter Tausende von Mails, und stellten diese ins Netz. Dieser Angriff hatte schwer wiegende Konsequenzen für die Sicherheitsfirma. Der Chef des Unternehmens musste zurücktreten, da sich in den veröffentlichten Dokumenten Belege dafür fanden, dass er in dubiose Tätigkeiten verwickelt war.

Der komplette Quartalsbericht ist unter folgendem Link verfügbar: http://press.pandasecurity.com/press-room/reports/

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Neue Anonymous-Aktion: Operation Paper Storm

Wie Panda Security schon berichtete organisieren Aktivisten der Anonymous Bewegung verschiedene Aktionen, um Gegner der Enthüllungsplattform Wikileaks in die Knie zu treiben. Die Protestangriffe haben ihr Ziel erreicht, die Zahl der WikiLeaks-Unterstützer wächst rasant an.
Operation Paper Storm verlagert nun den Cyber-Kampf in die reale Welt. Dahinter steckt die Idee, einen Schritt weiter zu gehen und den unsichtbaren Widerstand auf die Straße zu verlegen. So werden Wikileaks-Anhänger dazu aufgefordert am Samstag, dem 18. Dezember, Straßen und Wege aufmerksamkeitsstark mit Plakaten voll zu pflastern. Die Gruppe versucht möglichst viele Personen zu mobilisieren und durch die physische Präsenz das Thema noch stärker in die Öffentlichkeit zu bringen. Hier einige

Textpassagen aus dem Aufruf der Anonymous Gruppe:

Es wird Zeit sie in ihrer eigenen Welt zu schlagen
Verbreitet die Information an jeden und überall
Sie können uns nicht weiter anlügen
Und zusammen sollten wir Ihnen ein Weihnachtsgeschenk machen
Das niemals vergessen wird.