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Facebook erneut im Visier der Online-Kriminellen

Neue Varianten des Wurms Boface.BJ verbreiten sich über das soziale Netzwerk

Duisburg, 18.05.2009 Erneut ist Facebook in die Zielscheibe eines massiven Internet-Angriffs gerückt: Die Experten der Sicherheitslabore von Panda Security entdeckten 56 neue Varianten der Wurm-Familie Boface. Jede einzelne dieser neuen Versionen ist speziell darauf ausgerichtet, sich gezielt über Facebook zu verbreiten. Infiziert der Wurm auf diesem Weg einen Computer, lädt er falsche Antiviren-Software herunter.

Der Boface-Wurm nutzt die gängigen Verbreitungsmethoden wie E-Mail-Anhänge, Downloads, FTP-Datentransfer oder Datentausch um in den Computer einzudringen. Gelingt ihm dies, bleibt er zunächst einmal inaktiv und unbemerkt. Erst beim Öffnen des Facebook-Accounts tritt Boface in Aktion. Er benötigt nun rund vier Stunden, um unter dem Namen des jeweiligen Nutzers interessante Nachrichten inklusive Link an das gesamte Freunde-Netzwerk zu versenden. (http://www.flickr.com/photos/panda_security/3528707512/)

Wer den Link anklickt, gerät auf eine manipulierte YouTube-Seite („YuoTube“- http://www.flickr.com/photos/panda_security/3527896167/), die ein Video zum Download anbietet. Dafür muss allerdings erst ein vermeintliches Programm-Update heruntergeladen werden. Tatsächlich wird beim Download aber eine gefälschte Antiviren-Software installiert. (http://www.flickr.com/photos/panda_security/3528707634/) Sie gibt vor, Viren auf dem System zu erkennen und rät zum Kauf einer Antiviren-Lösung. Im besten Fall freuen sich die Betrüger im nächsten Schritt über Eingabe der Kontodaten und beim Kauf über ein lukratives Geschäft.

Luis Corrons, technischer Direktor der Panda-Sicherheitslabore, hält den Vertrieb falscher Antivirensoftware für das derzeit profitabelste Geschäft der Internetkriminalität. Er prophezeit einen inflationären Anstieg der Verseuchungen im laufenden Jahr: „Nach Ergebnissen unseres Online-Virenscanners ActiveScan konnten wir seit August vergangenen Jahres eine einprozentige Infektionsrate feststellen. Stellt man diese den über 200 Millionen Facebook-Usern gegenüber, könnten mindestens 2 Millionen PCs der Community-Mitglieder betroffen sein. Wir rechnen mit einem vierteljährlichen Anstieg der Infektionen um 100 Prozent.“

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Schweinegrippe infiziert Computer

Panda Security warnt vor neuer Blackhat SEO Attacke

Die Schweinegrippe belegt derzeit weltweit die obersten Ränge der Suchmaschinen-Eingaben im Internet. Den großen Informationsbedarf über die drohende Pandemie machen sich nun Online-Kriminellen zu nutze. Laut aktueller Meldungen der Panda Security Labore ist ein neuer Fall einer Blackhat SEO Attacke aufgetreten. Die Sicherheitsexperten stießen bei der Google-Suche zum Thema auf eine Suchmaschine, die Informationen zur Schweinegrippe liefern soll. Beim Klick auf den Link gerieten sie allerdings keineswegs an hilfreiche Quellen, sondern direkt auf eine pornographische Webseite. Dort standen diverse Videos zum Download zur Verfügung. Um ein Video anzusehen, wird die Installation eines aktuellen Players gefordert – eine gängige Methode zur Malware-Verbreitung. In diesem Fall konnten die Panda-Experten den vermeintlichen Player als Infektionsträger enttarnen. Beim Download infiziert die Adware „Adware/WebMediaPLayer“ den jeweiligen Computer.

Weitere Informationen auf dem PandaLabs-Blog

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