WhatsApp_Cafe_1024x683

In der vergangenen Woche nahm WhatsApp Veränderungen an den Sicherheitseinstellungen seines beliebten Messengers vor: Durch die neue Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sollen die Chats auf WhatsApp ab sofort sicherer sein. Durch dieses System werden nun alle Nachrichten verschlüsselt (das heißt für Außenstehende nicht-lesbar) von Ihrem Handy zu dem Handy des Empfängers übertragen.

Die Benachrichtigung, dass die neue Funktion in Ihren Chats aktiviert ist, sieht wie folgt aus:

Screenshot_2016-04-13-09-34-36

Angenommen Sie sitzen in Ihrem Lieblingscafé und beschließen, den dort angebotenen Wi-Fi-Hotspot zu nutzen. Doch stattdessen verbinden Sie sich mit einem gefälschten Wi-Fi-Netzwerk, das Hacker eingerichtet haben, um Zugriff auf Ihre E-Mails, Passwörter und andere Daten zu erhalten. Theoretisch könnten Cyberkriminelle so Ihre WhatsApp-Nachrichten stehlen. Doch mit der neuen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wäre das ziemlich nutzlos, zumindest ohne den passenden Entschlüsselungscode. Anstelle von interessanten Informationen würden Dritte nur sinnlose Zeichen sehen.

Die neue Sicherheitsmaßnahme von WhatsApp versichert uns, dass Inhalte, die auf unsere Mobilgeräte gelangen (z. B. Kurznachrichten, Fotos, Videos, Dateien und Voice Messages), absolut privat sind.

Doch Vorsicht: Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bedeutet nicht die Lösung für alle Cyber-Gefahren. Sie ist zwar ein großer Fortschritt in Bezug auf die Sicherheit und Qualität unserer Chats. Jedoch sollten wir folgende Punkte bedenken:

WhatsApp_iStock_000017519004_Large-680x1024

  • Damit das Verschlüsselungssystem funktioniert, müssen alle Teilnehmer eines Chats ihre WhatsApp-Version aktualisiert haben. Wenn ein Gruppenmitglied noch eine ältere Version nutzt, bleiben die Chats unverschlüsselt und damit unsicher.
  • Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gewährleistet, dass die Übertragung der Nachrichten von einem Handy zum anderen sicher ist. Das Speichern der Messages auf den Geräten macht diese (in einigen Fällen) jedoch weiterhin anfällig für Hackerattacken. Denn nicht alle Smartphones sind wirklich ‚smart‘: Viele verschlüsseln die gespeicherten Inhalt nicht. Nur die modernsten Handys tun dies standardmäßig oder bieten es zumindest als eine Option an (wie beispielsweise das neueste iPhone oder die Lollipop-Version von Android).
  • Häufig liegen die (für Hacker) interessantesten Informationen in unseren Nachrichten nicht in den angezeigten Inhalten, sondern in den sogenannten Metadaten. Das sind ‚Daten, die Informationen für andere Daten liefern‘, zum Beispiel wer wen angerufen hat, wann angerufen wurde, wie lange das Gespräch dauerte usw.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, Ihre WhatsApp-Version zu aktualisieren und die Sicherheit der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu nutzen. Doch sollten Sie sich nicht allein auf dieses neue WhatsApp-Feature verlassen, wenn Sie einen umfassenden Schutz Ihrer Daten anstreben. Installieren Sie immer auch einen modernen und leistungsstarken Antivirus, wie zum Beispiel Panda Mobile Security. Die Sicherheitssoftware schützt Ihr Smartphone vor Viren und anderen Bedrohungen. Durch die Analyse der auf Ihrem Gerät installierten Apps bietet es zudem eine Leistungsoptimierung Ihres Handys sowie die Kontrolle über die Zugriffsrechte, die Ihre Apps fordern. Im Falle des Verlusts können Sie Ihr Smartphone mithilfe der in Panda Mobile Security   integrierten Geolokalisierungsfunktion orten und sperren, um die missbräuchliche Nutzung Ihres Handys zu verhindern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.