Smart-TVs bringen Vorteile, die normale Fernsehgeräte nicht bieten können. Internetzugang und Kommunikation mit anderen Geräten machen es möglich, dass Sie Ihre Lieblingssendungen teilen, YouTube-Videos anschauen und Apps, die Sie schon auf Ihrem Smartphone oder Tablet haben, nutzen können.

So hat Google im Juni 2014 sein smartes Android-TV auf den Markt gebracht mit direktem Zugang zum Google Play Store und vielen anderen interaktiven Features. Bei aller Freude über die zusätzlichen Möglichkeiten gilt es jedoch eines zu bedenken: Internetfähige Fernsehgeräte bringen nicht nur viele Vorteile, sondern auch diverse Sicherheitsrisiken mit sich.

smart-TV-curve-1024x682

Zumindest im Moment bieten Smart-TVs noch nicht die breite Palette an Möglichkeiten wie Smartphones oder Tablets, und sie sind auch keine Computer. Aber alles deutet darauf hin, dass sie in ein paar Jahren ähnliche Vorteile bieten werden. So wird es zukünftig sicherlich möglich sein, Bankgeschäfte oder Online-Einkäufe über Smart-TVs abzuwickeln – ein Leckerbissen für Cyberkriminelle.

Abgesehen von den Bankdaten gibt es noch weitaus mehr sensible Informationen, auf die Datendiebe unter Umständen zugreifen können. Wir müssen uns nur die jüngste Kontroverse anschauen, die Smart-TVs der Firma Samsung betraf. Dem Unternehmen wurde vorgeworfen, die Unterhaltungen seiner Kunden über die Mikrofone ihrer Smart-TVs belauscht zu haben. Angestoßen wurde die Diskussion durch folgende Formulierung in den Lizenzvereinbarungen von Samsung Smart-TV: „Bitte seien Sie sich bewusst, dass Ihre gesprochenen Worte aufgezeichnet und an einen Drittanbieter geschickt werden.“ Obwohl das südkoreanische Unternehmen die Beschuldigungen bezüglich des Abhörens vehement zurückgewiesen hat, sind die Verdächtigungen nicht verschwunden. Wenn sie uns mit dem Handymikrofon ausspionieren können, warum sollten sie es nicht über dasFernsehmikrofon tun?

smart-tv

Doch Samsung ist nicht das erste Unternehmen, das beschuldigt wird, seine Zuschauer abgehört zu haben. 2013 stellte ein britischer Entwickler fest, dass die Smart-TVs von LG Informationen über die Fernsehgewohnheiten der Nutzer mit Hilfe seines Smart-Ad-Features sammelten. Wir sollten auch nicht vergessen, dass bereits einige smarte Fernsehgeräte integrierte Kameras besitzen, um Videoanrufe zu tätigen. Da wir mit dem Internet verbunden sind, können „digitale“ Täter Zugriff auf Bilder in unserem Wohnzimmer erhalten. Dadurch entsteht eine neue Möglichkeit für Cyberspionage direkt in unserem Zuhause. Zudem speichern diese Geräte große Mengen an persönlichen Daten, sowohl im internen Speicher des Gerätes als auch in der Cloud. Eine auf dem Fernsehgerät installierte Malware könnte die Informationen stehlen und missbrauchen.

Fachleute weisen darauf hin, dass wir nicht gleich in Panik verfallen und internetfähige Geräte komplett ablehnen müssen. Aber es ist wichtig, dass wir über die Risiken Bescheid wissen und vorsichtig sind. Wenn Sie also einen smarten Fernseher mit Android-Betriebssystem haben, schützen Sie ihn am besten mit einer leistungsstarken Anti-Malware-Lösung für Android-Systeme, zum Beispiel mit Panda Mobile Security.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.