• 34 Prozent der jemals entwickelten Malware in 2014 erschienen
  • Durchschnittlich 200.000 neue Schadprogramme pro Tag
  • CryptoLocker war einer der fiesesten Schädlinge des Jahres
  • Knapp ein Drittel aller Computer weltweit infiziert

PandaLabs, das Anti-Malware-Labor von Panda Security, hat seinen Jahresbericht 2014 mit aktuellen Zahlen und Fakten zu den neuesten Entwicklungen in der IT-Sicherheit veröffentlicht. Demnach hat das Jahr 2014 ein weiteres Rekordhoch bei der Neuprogrammierung von Malware-Exemplaren erreicht: Mit 75 Millionen Schädlingen verbreiteten Cyberkriminelle allein im letzten Jahr 34 Prozent der jemals entwickelten Malware. Das sind durchschnittlich 200.000 Schädlinge pro Tag. Damit hat sich die Zahl der neuen Malware-Samples gegenüber 2013 mehr als verdoppelt – damals wurden 30 Millionen neue Schadprogramme identifiziert.

Die Gesamtzahl der Malware-Exemplare, die von PandaLabs seit seiner Gründung entdeckt wurden, beläuft sich inzwischen auf 220 Millionen. Das Jahr 2014 kann zudem als das Jahr der massiven Cyber-Angriffe angesehen werden, in dem einige der weltgrößten Unternehmen Opfer von großangelegten Datensicherheits-verletzungen wurden.

Fast 70 Prozent der gesamten neuen Malware waren Trojaner

Trojaner sind nach wie vor der häufigste Malwaretyp, weit vor anderen Malware-Samples. 2014 waren 68,84 Prozent der neuen Schadprogramme Trojaner, gefolgt von Viren (12,33 %), sonstiger Malware (10 %), Würmern (6 %) und Adware/Spyware (3 %). Einer der prominentesten Schädlinge des vergangenen Jahres war der Erpressungs-Trojaner CryptoLocker. Meist gelangt er als Dateianhang per E-Mail auf den Computer seiner Opfer. Sobald die als harmloses PDF getarnte Datei angeklickt wird, verschlüsselt der Trojaner die Dateien der Betroffenen und fordert Lösegeld für die Herausgabe des geheimen Entschlüsselungscodes. „CryptoLocker ist eines der fiesesten Malware-Exemplare des Jahres 2014. Tausende von Computern fielen ihr zum Opfer, von Heimanwendern bis hin zu Unternehmen und Finanzinstituten“, sagte Luis Corrons, Technischer Direktor des PandaLabs.

Infektionen durch ‚Potentiell Unerwünschte Programme‘ deutlich gestiegen

Trojaner verursachten erneut mehr Infektionen (65 %) als die restlichen Malware-Typen. Einen merklichen Anstieg gab es in der Kategorie „Sonstige“. Hier erhöhte sich die Zahl der auf diese Schadsoftware zurückzuführenden Infektionen von
3,27 Prozent in 2013 auf 19,89 Prozent. Zur Kategorie „Sonstige“ gehören die ‚Potenziell Unerwünschten Programme’ (PUPs). Diese Anwendungen sind an sich nicht schädlich, installieren jedoch unerwünschte Software, ohne den Nutzer darüber zu informieren.

China führt die Liste der Infektionen an

Obwohl 2014 eines der schlimmsten Jahre für die IT-Sicherheit war, lag die weltweite Infektionsrate mit 30,42 Prozent auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr (31,53 %). Im Ländervergleich hat China mit einer Rate von 49 Prozent wiederum die meisten Infektionen zu verzeichnen, gefolgt von Ecuador (42,33 %) und der Türkei (41,53 %). Diese Länder führten auch im vergangenen Jahr die Rangliste der Infektionen an.

Schweden ist das sicherste Land

Europa war 2014 erneut das Gebiet mit den niedrigsten Infektionsraten. Neun europäische Länder sind unter den zehn Nationen mit den wenigsten Infektionen. Japan ist als einziges nichteuropäisches Land unter den Top 10. Die Rangliste wird von skandinavischen Ländern angeführt: Schweden (19,98 %), Norwegen (20,31 %) und Finnland (21,21 %). Deutschland liegt mit 22,68 Prozent auf Platz fünf der sichersten Länder.

In unserer vom Internet geprägten Welt ist Prävention unumgänglich

„Unsere Welt ist heute untrennbar mit dem Internet verbunden. Daher sind wir auch mehr Cyber-Angriffen ausgesetzt als je zuvor. 2015 werden die Sicherheits-bedrohungen zunehmen. Sowohl Unternehmen als auch Heimanwender müssen sich vorbereiten, um darauf reagieren zu können. Die Frage ist nicht, ob ihre Sicherheit verletzt werden wird, sondern wann und wie. Deshalb ist Prävention unumgänglich“, so Luis Corrons.

 

 

 

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