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Soziale Netzwerke sind aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken. Manchmal fällt es uns schwer, auf „Abmelden“ zu klicken. Viele schaffen es nicht einmal, während der Arbeitszeit auf die beliebten Webseiten zu verzichten: Wir nutzen unsere Pausen, um Freunden auf unseren Facebook-Seiten Nachrichten zu hinterlassen oder auf Twitter zu lesen, was gerade in der Welt oder im Freundeskreis passiert.

Was zunächst jedoch wie eine Nebensächlichkeit erscheint, kann ernste Folgen für den Arbeitgeber nach sich ziehen. Berater des US-Marktforschungsinstituts Osterman Research haben in einer neuen Studie herausgefunden, dass 18 Prozent der Unternehmen durch die Nutzung von Social Media von Malware-Infektionen betroffen waren. Doch nicht nur die Mitarbeiter nutzen (erlaubt oder unerlaubt) diese Plattformen. Auch Firmen haben oft Geschäftsprofile auf Facebook & Co.

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Dem Studienbericht zufolge nutzen 73 Prozent der befragten Unternehmen Facebook für Unternehmenszwecke, 64 Prozent nutzen LinkedIn und 56 Prozent Twitter. Zudem zeigten die Firmen Interesse an weiteren Social Media Plattformen, die speziell für Firmenumgebungen entwickelt wurden, wie zum Beispiel Microsoft SharePoint, verschiedene Cisco-Produkte, die Softwarelösung Salesforce Chatter sowie Connections, eine von IBM entwickelte Plattform.

All diese Tools können dabei helfen, eine Firma effizienter zu machen, die Teamarbeit zu verbessern und die Entscheidungsfindung innerhalb des Unternehmens zu beschleunigen. Gleichzeitig ermöglichen die sozialen Netzwerke, mit Kunden zu interagieren, das öffentliche Image des Unternehmens zu verbessern oder neue Mitarbeiter zu rekrutieren.

Allerdings erhöht die Nutzung von Social Media auch die Möglichkeit eines Cyberangriffes. Dieser kann die in Anlagen enthaltenen Dokumente eines Unternehmens betreffen, in denen wichtige Informationen gespeichert sind. Oder es könnten Passwörter für den Zugriff auf die Firmen-Cloud abgegriffen werden.

Social Media Nutzung am Arbeitsplatz sollte reguliert werden

Experten warnen zudem davor, dass die Angriffe durch unvorsichtige Mitarbeiter verursacht werden könnten, die (unbewusst) Inhalte oder Fotos veröffentlichen, welche brisante Informationen enthalten. Zum Beispiel könnten Fotos von Firmenevents mit Präsentationscharts im Hintergrund zu sehen sein, die vertrauliche Projektinformationen oder andere wichtige unternehmensinterne Daten enthalten.

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Umso wichtiger ist es daher, dass Firmen im Rahmen ihres Social Media Managements bestimmte Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um Malware-Infektionen oder Datenabgriffe zu vermeiden, zum Beispiel:

  • Die Durchführung interner Audits zur Nutzung sozialer Medien. Ziel ist es festzustellen, welche Plattformen wofür innerhalb des Unternehmens genutzt werden, und welche Vorteile und Risiken diese bieten.
  • Das Aufstellen von Unternehmensrichtlinien. Klare Normen zum Umgang mit Social Media Portalen ermöglichen eine sichere Nutzung der sozialen Netzwerke am Arbeitsplatz. Darin sollte festgelegt sein, welche Personen oder Abteilungen innerhalb eines Unternehmens berechtigt sind, bestimmte Plattformen zu nutzen und zu welchem Zweck. Darüber hinaus sollten die Rechte des Unternehmens deutlich gemacht werden in Bezug auf die Kontrolle, das Management und die Archivierung von Social Media Inhalten und Nutzung am Arbeitsplatz.
  • Schulung der Mitarbeiter. Durch regelmäßige Trainings sollten Firmen sicherstellen, dass die Mitarbeiter über die aktuellen Richtlinien zur Nutzung der sozialen Netzwerke am Arbeitsplatz informiert sind und diese entsprechend anwenden.
  • Einsatz passender Schutzlösungen. Moderne Antivirenlösungen verringern die Gefahren von Malware-Infektionen und anderen digitalen Bedrohungen.

Mehr Sicherheit durch moderne Technologie und Mitarbeiter-Schulungen

Natürlich ist es wichtig, Mitarbeiter zu schulen und sie über Unternehmensrichtlinien zu informieren sowie über Konsequenzen, die eine Verletzung dieser Regeln nach sich zieht. Gleichzeitig müssen Unternehmen jedoch ihre Systeme unter Kontrolle haben. Dazu bedarf es eines qualifizierten IT-Personals, das sowohl die Hardware als auch die Software stets auf dem neuesten Stand hält, um Hackerangriffe zu verhindern und IT-Risiken zu minimieren.

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