Wenn ein neues Jahr beginnt, fassen wir häufig gute Vorsätze: Wir wollen öfter Sport treiben, mit dem Rauchen aufhören, uns gesünder ernähren oder engeren Kontakt zu Freunden und Familie halten. Meist strengen wir uns zunächst sehr an, verlieren dann jedoch leider allmählich den Fokus und verschieben das angestrebte Ziel auf ein anderes Mal.

Im Bereich IT-Sicherheit gibt es allerdings ein paar Vorhaben, an die wir uns halten sollten. So sagen die Experten der PandaLabs für 2016 unter anderem einen deutlichen Anstieg bei Cyberangriffen auf Android-Geräte voraus. Ein wichtiges Ziel sollte es daher sein, für mehr Sicherheit unserer Mobilgeräte zu sorgen.

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Doch warum sind ausgerechnet Android-Geräte in 2016 besonders bedroht?

Ein Grund hängt mit der zunehmenden Präsenz und Wichtigkeit der Smartphones in unserem Alltag zusammen: So nutzen wir Smartphones heute nicht allein zur Kommunikation (per Anruf, SMS oder Messenger) mit Freunden, Bekannten oder Geschäftspartnern. Wir erledigen mit Hilfe unserer Mobilgeräte inzwischen auch eine Vielzahl von Aufgaben, wie zum Beispiel Online-Banking, das Versenden privater oder geschäftlicher Dokumente usw. Dies hat zur Folge, dass Smartphones für Cyberkriminelle immer interessanter werden.

Der zweite Grund ist, dass Android weltweit das beliebteste Betriebssystem für Mobilgeräte ist. Somit können Hacker mit ihren Angriffen auf Android-Geräte eine große Zahl von Nutzern und damit von potenziellen Opfern erreichen.

Für Android-Nutzer bedeutet dies, dass sie ein paar (einfache) Regeln befolgen sollten, um ihre Mobilgeräte vor aktuellen und zukünftigen Cyber-Bedrohungen zu schützen. Panda Security hat einige Tipps zusammengestellt, die maßgeblich zur Sicherheit von Smartphones & Co beitragen:

Entsperrcode

Standardmäßig können Sie Ihr Android-Gerät entsperren, indem Sie mit dem Finger über den Bildschirm wischen. Für den Fall, dass Ihr Handy gestohlen wird oder verloren geht, sollten Sie allerdings für einen besseren Schutz sorgen, um andere am Zugriff auf Ihr Gerät zu hindern. Sie können dies tun, indem Sie einen PIN-Code oder ein Passwort für Ihr Gerät festlegen. Dabei sollten Sie allerdings darauf achten, dass diese nicht sofort zu erraten sind.

Wenn Sie bisher auf PIN oder Passwort verzichtet haben, weil es Ihnen zu kompliziert ist, ständig Ihren Code eingeben zu müssen, wenn Sie Ihr Smartphone nutzen, dann aktivieren Sie – sofern Sie sich zu Hause oder in einem anderen geschützten Raum aufhalten – einfach ‚Smart Lock‘. Damit bleibt Ihr Android-Gerät entsperrt.

Android Geräte Manager

Mit diesem Tool können Sie abhandengekommene Mobilgeräte orten – egal, ob Sie es verloren haben oder es geklaut wurde. Sollte es in die Hände von jemand anderem gelangt sein, können Sie es mit diesem Tool aus der Ferne sperren. Sie können auch alle Informationen auf dem Gerät per Fernzugriff löschen.

Sicherheitskopien

Diese sind unerlässlich, um alle Informationen und Apps, die Sie installiert hatten, nach dem Verlust oder Diebstahl Ihres Mobilgerätes wiederherzustellen. Das gilt natürlich auch, wenn Ihr Gerät defekt ist oder durch Malware infiziert wurde. Fotos, Videos, Musik und andere Dateien können Sie zum Beispiel in Ihrem Google Account sichern.

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Antivirus

Eine leistungsstarke Antiviren-Software ist die beste Sicherheitsmaßnahme, mit der Sie Ihr Mobilgerät vor Bedrohungen jeglicher Art schützen können. Eine umfassende Sicherheitslösung mit schnellen Updates schützt Ihr Smartphone vor bekannter und unbekannter Malware. Die Pro-Versionen bieten zudem diverse Features, die die Sicherheit Ihres Mobilgerätes einfach und schnell gewährleisten.

So enthält Panda Mobile Security unter anderem eine Diebstahlsicherung mit Alarm-Funktion, Geolokalisierung zur Ortung des Handys, und die Möglichkeit, Ihre Daten per Fernzugriff zu löschen. Die integrierte Datenschutzprüfung zeigt an, welche Apps auf persönliche Daten, Kontaktlisten und Dateien zugreifen können, und ermöglicht es dem Nutzer, diese zu löschen.

Apps aus zuverlässigen Quellen

Vergewissern Sie sich, dass Sie Apps nur aus den offiziellen Stores, wie beispielsweise Google Play und Amazon, sowie von der Original-Webseite Ihres Mobilgeräte-Herstellers (Samsung, Sony, Motorola usw.) herunterladen. Außerdem sollte die Option „Unbekannte Quellen“ immer deaktiviert sein, es sei denn, Sie wollen eine App installieren, die aus einer dem System unbekannten aber sicheren Quelle kommt. In diesem Fall sollten Sie die Option nur kurz aktivieren und anschließend sofort wieder deaktivieren.

Apps überprüfen

Auch wenn Sie keine Apps von unbekannten Quellen auf Ihrem Smartphone installieren, ist es ratsam, die Funktion ‚Apps überprüfen‘ zu aktivieren. Diese überwacht die Aktivitäten Ihres Mobilgerätes, um sicherzustellen, dass jede Unregelmäßigkeit schnell entdeckt wird. Wenn eine Bedrohung festgestellt wird, empfiehlt sie Ihnen, die App zu entfernen.

Berechtigungen überwachen

Immer wenn Sie eine neue App auf Ihrem Gerät installieren, erscheint eine Liste mit Berechtigungen, die Sie mit der Installation der App genehmigen: Zugriff auf die Kamera, Ihre Kontaktliste, das Internet usw. Leider erlauben wir häufig alle Zugriffe, ohne genau hinzusehen. Muss beispielsweise Ihre Taschenlampen-App auf Ihr GPS zugreifen, um Ihren Standort zu ermitteln? Wenn eine App ungewöhnlich viele Zugriffsberechtigungen fordert, die für die Funktionsfähigkeit der App nicht wirklich wichtig sind, dann sollten Sie eine andere (vergleichbare) App wählen, die weniger Berechtigungen benötigt.

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Zwei-Faktor-Authentifizierung

Die meisten Android-Nutzer haben bei Inbetriebnahme ihres Mobilgerätes ein Google-Konto eingerichtet, um Apps herunterladen und E-Mails versenden zu können. Denn ohne Google-Konto ist ein Smartphone oder Tablet nur eingeschränkt nutzbar. Deshalb ist es wichtig, auch dieses zu schützen, wenn Sie Ihr Mobilgerät schützen wollen. Sofern Sie es nicht bereits getan haben, empfehlen wir die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Diese fragt nach einem Code, wenn jemand über ein unbekanntes Gerät auf Ihr Profil zugreifen will.

Vorsicht bei öffentlichen Wi-Fi-Hotspots

Es ist für Cyberkriminelle extrem einfach, öffentliche WiFi-Netzwerke zu hacken. Seien Sie also vorsichtig, wenn Sie sich in Cafés, Restaurants, Hotels, Bibliotheken oder auf Flughäfen in ein Wi-Fi-Netzwerk einloggen. Nutzen Sie diesen Internetzugang zum Beispiel niemals für Aufgaben, die mit Geld-Transaktionen zu tun haben.

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