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Jeden Tag lassen sich Cyberkriminelle etwas Neues einfallen, wie sie unsere Computer hacken und sensible Daten ausspionieren können. Eine der neuesten Maschen heißt eFast Browser und basiert auf der Idee, einen eigenen Browser in fremde Systeme einzuschmuggeln und über diesen persönliche Daten abzugreifen.

Ursprünglich kommt eFast Browser als neue Adware daher und arbeitet auf die gleiche Weise wie andere Adware, die wir kennen: Es bombardiert unseren Browser mit ärgerlichen Pop-ups und leitet uns auf ungewollte Webseiten. Gleichzeitig verfolgt die Adware jede unserer Online-Aktivitäten, so dass noch mehr nervige Werbung an unsere PCs geleitet wird.

Was eFast Browser jedoch einzigartig und ganz besonders gemein macht, ist, dass dieser Hijacker nicht etwa ’nur‘ unseren existierenden Browser übernimmt. Stattdessen löscht er Google Chrome und installiert auf dem System einen neuen Browser, der optisch mit dem Chrome-Browser nahezu identisch ist. Während er das tut, kidnappt er ganz nebenbei so viele Links und Dateiverbindungen wie möglich.

Ist eFast Browser eine ganz normale Suchmaschine?

Die Software stammt von einer Firma, die sich Clara Labs nennt und hinter ähnlichen Browsern steht, beispielsweise BoBrowser, Tortuga und Unico. Alle behaupten, legitim zu sein und das Internet-Browsing zu verbessern. Doch keiner von ihnen hält, was er verspricht. Seinen Entwicklern zufolge ist eFast Browser ein seriöser, Chrome-basierter Webbrowser, der das Browsen wesentlich verbessert, indem er die relevantesten Suchergebnisse generiert, spezielle Angebote und Rabatte auf Shopping Webseiten anzeigt usw.

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Nutzer sollten sich jedoch dessen bewusst sein, dass Anwendungen wie eFast Browser ausschließlich dafür gemacht wurden, um das Einkommen der Entwickler zu steigern – mit wenig Rücksicht auf das Browsererlebnis der Nutzer. Der problematische Aspekt dieser App ist, dass sie störende Online-Werbung in Form von Pop-ups, Coupons, Bannern, Videos, gesponserten Links  oder ähnlichem erzeugt. Zudem sammelt sie Informationen über unser Surf-Verhalten im Internet und gibt diese an Drittfirmen weiter. Die zusammengetragenen Informationen haben das Potenzial, persönlich zugeordnet werden zu können, was wiederum zum digitalen Identitätsdiebstahl führen könnte. Aus diesen Gründen wird eFast Browser als werbefinanzierte Software sowie als potenziell unerwünschtes Programm (PUP) kategorisiert, zumal er häufig ohne Zustimmung der Nutzer in deren Systeme eindringt und bestimmte Anwendungen ersetzt.

Wie kommt eFast Browser auf meinen PC und was kann ich dagegen tun?

Laut PCrisk wird eFast Browser meist als Bündel zusammen mit anderer (kostenloser) Software verbreitet. Die Adware muss dabei aktiv installiert werden – also seien Sie wachsam bei neuen Programminstallationen! Die Experten von PCrisk empfehlen, das Downloaden und Installieren neuer Software stets genau zu überwachen, und dabei die Einstellungen „Benutzerdefiniert“ oder „Erweitert“ zu wählen und die einzelnen Schritte genau zu verfolgen. Zudem empfehlen sie, alle zusätzlich eingeschlossenen Anwendungen abzulehnen, da gebündelte Software häufig als bösartig klassifiziert wird und daher niemals installiert werden sollte.

Sofern sich eFast Browser jedoch bereits auf Ihrem Gerät eingenistet hat, raten wir Ihnen, den Browser vollständig zu entfernen, ebenso wie sämtliche Software, die kürzlich installiert wurde oder Ihnen unbekannt ist.

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